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Bitcoin kollabiert: Michael Burrys Warnung für den Kryptomarkt
Von Hamza Ahmed Profilbild Hamza Ahmed
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Bitcoin kollabiert: Michael Burrys Warnung für den Kryptomarkt

Michael Burry warnt: Der Rückgang von Bitcoin könnte Zwangsverkäufe, Mining-Ausfälle und ein neues Paradigma für den globalen Kryptomarkt auslösen.

Am Montag hat Michael Burry, der berühmte Investor, der die Finanzkrise von 2008 vorausgesagt hat, eine neue und unheilvolle Warnung ausgesprochen: Der starke Rückgang von Bitcoin könnte eine Kettenreaktion von Zwangsverkäufen in mehreren Anlageklassen auslösen.

Da Bitcoin seit seinem Höchststand im Oktober um 40 % gefallen ist und Altcoins seit der letzten FOMC-Sitzung im Januar zwischen 20 % und 40 % verloren haben, gibt es nur eine Frage, die die Anleger umtreibt: Ist ein neuer "Krypto-Winter" angebrochen?

Burrys Warnung: „Keine organische Unterstützung“

In einem Beitrag auf Substack schätzte der Investor der "Big Bet", dass bis Ende Januar bis zu 1 Milliarde Dollar an Edelmetallen liquidiert worden sind. Der Grund dafür? Institutionelle Anleger und Unternehmen mussten Gold und Silber verkaufen, um Verluste aus dem Zusammenbruch der Kryptowährung zu decken.

"Es gibt keinen organischen Grund für Bitcoin, seinen Abstieg zu verlangsamen oder zu stoppen", schrieb Burry.

Der Analyst warnte, dass, wenn der BTC die Marke von 50.000 Dollar erreicht, Mining-Unternehmen vor dem Bankrott stehen und der Token-Metall-Terminmarkt mit in ein "schwarzes Loch ohne Käufer" gezogen werden könnte. Am Dienstag erreichte Bitcoin kurzzeitig 73.000 $, ein Abgrund gegenüber dem Höchststand von über 126.000 $ im Oktober.

Der Zusammenbruch der Staatsanleihen: Strategy und BitMine unter Druck

Die von Burry befürchtete Ansteckungsgefahr wird durch die Schwierigkeiten von Unternehmen bestätigt, die das "Bitcoin Treasury"-Modell übernommen haben. Strategy, das von Michael Saylor geführte Unternehmen, sieht sich nun mit Papierverlusten konfrontiert, nachdem der BTC-Preis unter den durchschnittlichen Kaufpreis von rund 76.000 Dollar gefallen ist. Allein im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen unrealisierte Verluste in Höhe von 17,44 Mrd. $.

Die Marktkapitalisierung von Strategy fiel von 128 Mrd. $ im Juli auf 40 Mrd. $ heute, ein Rückgang von 61 %. Sein mNAV (Unternehmenswert vs. Kryptowährungsreserven) ist von über 2 auf 1,1 gefallen und nähert sich damit der kritischen Schwelle, die das Unternehmen zwingen könnte, seine Token zu verkaufen, um Schulden und Dividenden zu begleichen.

Noch schlimmer ist die Situation von BitMine Immersion Technologies, das von Tom Lee geleitet wird. Das Unternehmen hält 4,3 Millionen ETH, die zu einem Durchschnittspreis von 3.826 $ erworben wurden. Bei einem aktuellen Kurs von rund 2.300 $ belaufen sich die nicht realisierten Verluste auf über 6 Milliarden $. Analysten warnen: Diese Unternehmen sind "in ihrer eigenen Geschichte gefangen". Jeder Verkauf, selbst ein kleiner, wäre ein verheerendes Signal für den Markt.

Technische Analyse: ein langfristiger Abwärtstrend

Der japanische Analyst Hiroyuki Kato von CXR Engineering hat bestätigt, dass der Markt in einen strukturellen Abwärtstrend eingetreten sein könnte. Bitcoin durchbrach die Unterstützung des Novembertiefs, was Händler dazu veranlasste, von Buy-the-Dip- zu Short-Selling-Strategien überzugehen.

Ethereum durchbrach die kritische Marke von 2.600 $ (ca. 400.000 Yen), was den Rückgang beschleunigte. Kato stellt fest, dass der Wochenchart ein Kopf-Schulter-Muster zeigt, das sich der Halslinie nähert: Ein endgültiger Bruch würde eine kurzfristige Erholung fast unmöglich machen. "Die hohe Volatilität der Kryptos ist der Kanarienvogel in der Kohlenmine für den gesamten Aktienmarkt", argumentiert Kato.

Es ist kein Winter, es ist ein „neues Paradigma“

Trotz der negativen Signale ist ein Bericht von Tiger Research darauf hin, dass sich diese Phase von früheren Krypto-Wintern (wie dem FTX-Konkurs oder dem Erde-Mond-Riss) unterscheidet. Diesmal ist die Krise nicht auf internes Versagen der Branche zurückzuführen, sondern auf externe makroökonomische Faktoren: Zinssätze, Zollpolitik und die Dynamik des ETF.

Nach Angaben von Tiger Research hat sich der Markt in drei Bereiche aufgeteilt:

  1. Regulierter Bereich: geringe Volatilität, dominiert von Institutionen.
  2. Unregulierter Bereich: für risikoreiche Spekulationen.
  3. Gemeinsame Infrastrukturen: wie Stablecoins.

Der Trickle-Down-Effekt, der alle Altcoins steigen ließ, als Bitcoin wuchs, scheint verschwunden zu sein. Das ETF-Kapital bleibt auf Bitcoin fixiert. "Es ist unwahrscheinlich, dass sich eine Krypto-Saison, in der alles zusammen steigt, wiederholt", so das Fazit des Berichts. Die nächste Hausse wird kommen, aber sie wird nicht für alle gelten.

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