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Die 5 reichsten italienischen Milliardäre im Jahr 2026: Krypto auf dem Vormarsch
Von Riccardo Curatolo Profilbild Riccardo Curatolo
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Die 5 reichsten italienischen Milliardäre im Jahr 2026: Krypto auf dem Vormarsch

Im Jahr 2026 wird Italien 79 Milliardäre haben. Zwischen Industrie, Fintech und Krypto revolutioniert Tether das Ranking der Reichsten.

Ende 2025 erscheint die Vermögenslandschaft in Italien wohlhabender und dynamischer denn je. Nach Angaben von Forbes ist die Zahl der Milliardäre in Belpaese auf 79 gestiegen, mit einem Gesamtvermögen von 357,2 Milliarden US-Dollar.

Während die Giganten der traditionellen Industrie überleben, erleben wir eine stille Revolution, die vom Fintech-Sektor und den Kryptowährungen angeführt wird.

Hier eine Analyse der fünf italienischen Milliardäre, die Anfang 2026 die Rangliste anführen werden.

1. Giovanni Ferrero: Der unangefochtene König

An der Spitze der Pyramide bleibt Giovanni Ferrero mit einem geschätzten Vermögen zwischen 39,9 und 41,3 Milliarden Dollar. Der Erbe des in Alba ansässigen Süßwarenriesen hat ein Familienimperium in eine globale Kriegsmaschine verwandelt.

Unter seiner Führung hat der Konzern Rekordumsätze (18,4 Milliarden Dollar) erzielt und ehrgeizige Übernahmen getätigt, wie die von Kellogg für 3,1 Milliarden Dollar. Ferrero verkörpert die Solidität von Lebensmitteln Made in Italy, die die Welt erobern.

2. Andrea Pignataro: der Datenstratege

An zweiter Stelle finden wir die rätselhafteste Figur der italienischen Finanzwelt: Andrea Pignataro. Mit einem Vermögen von 36,9 Milliarden Dollar hat der Gründer der Ion Group ein Imperium aufgebaut, das auf Datenanalyse und Finanzsoftware basiert.

Der ehemalige Broker Pignataro ist ein Selfmademan, der nationale Champions wie Cerved und Prelios übernommen hat. Trotz eines kürzlich erfolgten 280-Millionen-Euro-Vergleichs mit den italienischen Steuerbehörden bleibt sein Einfluss auf das Banken- und Informationssystem des Landes immens.

3. Giancarlo Devasini: der Pionier der Kryptowährungen

Die eigentliche Überraschung der Rangliste ist Giancarlo Devasini, der mit 22,4 Milliarden Dollar den dritten Platz belegt. Devasini, ein ehemaliger Schönheitschirurg, der zum Technologieunternehmer wurde, ist der Kopf hinter Tether (USDT), dem weltweit am weitesten verbreiteten Stablecoin.

Sein Aufstieg markiert einen Durchbruch: Zum ersten Mal überholt ein Milliardär, der mit digitalen Vermögenswerten verbunden ist, historische Ikonen wie Giorgio Armani. Tether ist nicht nur ein virtueller Vermögenswert; das Unternehmen hat Rekordnettogewinne erzielt (über 13 Milliarden im Jahr 2024) und verfügt über beeindruckende physische Reserven, darunter fast 80 Tonnen Gold.

4. Francesco Gaetano Caltagirone: der Patriarch des Ziegel- und Finanzwesens

Mit einem Vermögen von 9,8 Milliarden Dollar nimmt Francesco Gaetano Caltagirone den vierten Platz ein. Der Gründer eines Konglomerats, das von Zement bis zum Verlagswesen reicht, ist ein wichtiger Akteur in der italienischen Bankenszene und hält strategische Beteiligungen an Mediobanca, Generali und MPS. Mit seinen 82 Jahren steht er für die Kontinuität des römischen Kapitalismus und für große, diversifizierte Beteiligungen.

5. Paolo Ardoino: Wird der Stablecoin-Ingenieur Juventus kaufen?

Abgeschlossen wird die Top 5 von Paolo Ardoino, CEO von Tether, mit 9,5 Milliarden Dollar. Der aus einem kleinen ligurischen Dorf stammende Ardoino stieg von einer Karriere als prekärer Forscher zum Chef der Kryptoplattform mit Hunderten von Milliarden an Kapital auf.

Gemeinsam mit Devasini hat Ardoino Tether in den Mittelpunkt der Sport- und Finanznachrichten gerückt und ging sogar so weit, dass er versuchte, Juventus mit einem Milliardenangebot zu übernehmen (das von Exor abgelehnt wurde).

Das wichtigste Faktum dieses Rankings ist das spezifische Gewicht des Kryptosektors. Zwei der fünf größten Milliardäre (Devasini und Ardoino) verdanken ihr Vermögen Tether.

Dieser Sektor, der einst als unbedeutend galt, erzielt heute Gewinne, die die vieler historischer multinationaler Unternehmen übertreffen. Die Stabilität dieses Vermögens bleibt unter Analysten umstritten, aber die Zahlen für 2026 sprechen für sich: Die Zukunft des italienischen Reichtums läuft zunehmend über digitale Geldbörsen und dezentralisierte Finanzen.

Von Riccardo Curatolo Profilbild Riccardo Curatolo
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