Historischer Pessimismus gegenüber dem Dollar laut BofA
Einem Bericht der Bank of America zufolge herrscht unter den Anlegern ein Rekordpessimismus gegenüber dem US-Dollar. Geopolitische Veränderungen beeinflussen die Stimmung.
Einem Bericht der Bank of America zufolge herrscht unter den Anlegern ein Rekordpessimismus gegenüber dem US-Dollar. Geopolitische Veränderungen beeinflussen die Stimmung.

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Im Mai 2025 erreichte der Indikator für die Untergewichtung des US-Dollars in den Portfolios der Vermögensverwalter (FMS) den höchsten Stand seit 19 Jahren. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Bericht der Bank of America.
Der Begriff Untergewichtung wird laut Bankinter für einen Vermögenswert verwendet, dessen Anteil in den Portfolios unter der Benchmark liegt. Dies deutet häufig auf den Pessimismus der Händler gegenüber einer bestimmten Position hin.
Die Bank of America führte diese Dynamik auf die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump zurück, die sich auf die Nachfrage nach US-Aktien und -Devisen ausgewirkt hat.
Der Bericht bezieht sich auf die Vereinbarung zwischen den USA und China, die Zölle über einen Zeitraum von 90 Tagen gegenseitig um insgesamt 115% zu senken. Zur Erinnerung: Bitcoin reagierte auf dieses Ereignis mit einer Rallye und überschritt die Marke von 105.000 $.
Die Unterbewertung von US-Aktien zeigt sich auch darin, dass der Indikator für die Nettountergewichtung dieser Position im Mai 38 % erreichte, 2 % mehr als im April. Dies ist ein neues Zweijahreshoch.
Trotz eines gewissen Pessimismus der Anleger ist das Vertrauen insgesamt gestiegen. 61 % der Befragten erwarten eine "weiche Landung" der Wirtschaft (im April waren es 37 %), während 26 % eine "harte Landung" erwarten (im April waren es 49 %).
Außerdem sank der Anteil der Barmittel in den Portfolios der Anleger von 4,8 % auf 4,5 %, ein Signal, das häufig als Zunahme des Vertrauens in die Märkte interpretiert wird. Dies ist niedriger als der zwischen 1999 und 2025 verzeichnete Durchschnitt von 4,7 Prozent
Der Pessimismus der Anleger gegenüber dem Dollar und den US-Aktien könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Umfrage hauptsächlich vor den Genfer Gesprächen durchgeführt wurde. Infolgedessen rechneten die Vermögensverwalter mit einer weiteren Verschlechterung der Lage.
An der Umfrage nahmen 208 Personen mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 522 Mrd. USD teil.
Anzumerken ist, dass der US-Verbrauchervertrauensindex im April 2025 einen Fünfjahrestiefstand erreichte. Zusammen mit dem Rückgang des Erwartungsindex deutet dies auf eine wachsende Besorgnis über eine mögliche Rezession hin.
Investor sentiment worsening among recession-fears-and-geopolitical uncertainties
Außerdem könnten geopolitische Spannungen und die Ungewissheit über anstehende Zinsentscheidungen die Vorsicht der Anleger weiter geschürt haben. Die Abkehr von der Liquidität und der Pessimismus in Bezug auf US-Aktien deuten auf eine breitere Umschichtung von Vermögenswerten hin, möglicherweise hin zu sichereren oder nicht auf Dollar lautenden Anlagen.
Analysten zufolge ist die Stimmung unter den Anlegern zwar nach wie vor fragil, doch könnten positive Entwicklungen - wie eine Lösung für die Genfer Gespräche oder klarere Signale von der Federal Reserve - die derzeitigen Trends rasch umkehren. In der Zwischenzeit erhöhen einige Anleger ihr Engagement in Gold, Anleihen und Schwellenländern, um sich gegen Volatilität abzusichern. Insgesamt wird die Marktstimmung weiterhin von makroökonomischen Daten und der globalen politischen Dynamik geprägt.
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