Russland blockiert Krypto-Seiten mit IPR: stille Zensur
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Von Hamza Ahmed Profilbild Hamza Ahmed
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Russland blockiert Krypto-Seiten mit IPR: stille Zensur

Russland verschärft die Sperrung von Krypto-Medien mittels Deep Packet Inspection (DPI). Eine Untersuchung von Outset PR enthüllt eine selektive Zensur durch ISPs unter der Kontrolle von Roskomnadzor.

Hier ist ein Vorschlag für einen Artikel, der auf den zur Verfügung gestellten Daten basiert, in italienischer Sprache verfasst und aus einer journalistischen Perspektive strukturiert ist.

In den letzten Tagen wurde die digitale Informationslandschaft in Russland durch etwas erschüttert, das eine systematische, wenn auch stille Kampagne der technologischen Unterdrückung zu sein scheint. Der Roskomnadsor, der Föderale Dienst für die Überwachung der Kommunikation, scheint seine Überwachung und Sperrung von Portalen, die sich mit der Welt der Kryptowährungen und der digitalen Finanzen befassen, intensiviert zu haben.

Im ganzen Land haben zahlreiche Nutzer von plötzlichen Unterbrechungen des Zugangs zu verschiedenen Branchenzeitungen berichtet, ohne dass es dafür eine offizielle Erklärung seitens der Behörden gab. Um Licht ins Dunkel zu bringen, führte ein Analystenteam von Outset PR eine Reihe von Diagnosetests auf Netzwerkebene durch, um festzustellen, ob diese Unterbrechungen einem vordefinierten Muster folgten.

Block-Analyse: Interferenzen auf ISP-Ebene

Die durchgeführten Tests zeigten eine klare Dynamik: Zahlreiche Websites waren unerreichbar, wenn sie über russische Heim-Wi-Fi-Netzwerke aufgerufen wurden. Die gleichen Portale wurden jedoch korrekt geladen, wenn alternative Verbindungen oder Umgehungstools verwendet wurden. Dies schließt die Möglichkeit von Serverausfällen oder Offline-Plattformen kategorisch aus und deutet eindeutig auf Störungen auf Netzwerkebene hin.

Zu den für die Studie analysierten Stichproben gehörten große internationale Publikationen wie Benzinga, Coinness, FastBull, FXEmpire, CoinGeek, Cryptonoticias, Cointelegraph, CoinEdition, The Coin Republic, AMBCrypto und Nada News. Nach Schätzungen von Experten könnte bereits jede vierte Veröffentlichung im Finanz- und Kryptosektor von diesen Einschränkungen betroffen sein.

Die Deep Packet Inspection (DPI)

Das technologische Herzstück dieser neuen Zensurwelle ist die Deep Packet Inspection (DPI). Im Gegensatz zur einfachen DNS-Sperre ermöglicht die DPI-Technologie den Internetdienstanbietern (ISP), den Datenverkehr zu untersuchen und selektiv zu beschränken.

Bei den technischen Tests ermöglichte die Aktivierung von Tools zur Umgehung der DPI den sofortigen Zugang zu zuvor gesperrten Websites. Dies ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Beschränkungen nicht auf technischen Fehlern beruhen, sondern auf einer aktiven und gezielten Filterung, die von den russischen Betreibern auf der Grundlage von (ebenfalls nicht öffentlichen) Vorgaben der Behörden vorgenommen wird.

Ein verteiltes Anwendungsmodell

Trotz des allgemeinen Trends scheint die Durchsetzung der Sperren nicht zentralisiert oder einheitlich zu erfolgen. Ein Test mit 10 Nutzern in verschiedenen Regionen Russlands ergab unterschiedliche Ergebnisse: Während die meisten ohne VPN auf keine der ausgewählten Websites zugreifen konnten, berichteten zwei Teilnehmer von geringen oder gar keinen Schwierigkeiten.

Dies deutet auf ein Modell der "verteilten Durchsetzung" hin: Die Behörden verhängen Beschränkungen, aber die einzelnen Anbieter setzen sie mit ihren eigenen technischen Systemen und nach unterschiedlichen Zeitplänen durch. Dort, wo die Sperrung aktiv ist, ist das Verhalten jedoch identisch, mit dem systematischen Auftreten von Fehlern beim Zurücksetzen der Verbindung.

Der Schatten von Roskomnadzor und das Fehlen offizieller Register

Der beunruhigendste Aspekt der Angelegenheit ist das Fehlen dieser Domains im öffentlichen Register der gesperrten Websites von Roskomnadzor. Normalerweise wird eine gesperrte Website auf eine offizielle, durchsuchbare "schwarze Liste" gesetzt. In diesem Fall scheinen sich die Einschränkungen in einer rechtlichen Grauzone zu bewegen.

Quelle: rkn.gov.ru

Roskomnadzor selbst hat in der Vergangenheit eingeräumt, dass einige Zugangsbeschränkungen nicht unbedingt öffentlich bekannt gegeben werden müssen. Dieser Ansatz ermöglicht eine flexiblere Zensur, die weniger der internationalen öffentlichen Kontrolle unterliegt, gerade jetzt, da Russland offiziell versucht, seine Regulierung von Kryptowährungen weiterzuentwickeln und paradoxerweise einige Beschränkungen für den persönlichen Handel zu lockern.

Zusammenfassend zeichnen die gesammelten Beweise ein Bild einer weit verbreiteten und technologisch fortgeschrittenen Kontrolle, bei der der Zugang zu unabhängigen Finanzinformationen stillschweigend gefiltert wird, was russische Investoren in eine Position der informationellen Verwundbarkeit versetzt.

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