Strategy Inc beschleunigt auf Bitcoin: in Richtung 700.000 BTC
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Von Hamza Ahmed Profilbild Hamza Ahmed
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Strategy Inc beschleunigt auf Bitcoin: in Richtung 700.000 BTC

Strategy Inc. unter der Leitung von Michael Saylor bereitet nach dem "Bigger Orange"-Signal einen neuen Bitcoin-Maximalkauf vor, der trotz des Drucks der Wall Street auf die historische Marke von 700.000 BTC abzielt.

Die Akkumulationsstrategie von Strategy Inc. (früher bekannt als MicroStrategy) scheint keine Ruhe zu geben. Nur sieben Tage nach einer massiven Übernahme in Höhe von 1,25 Milliarden Dollar hat das von Michael Saylor geführte Unternehmen seine Absicht signalisiert, eine neue Marktoffensive zu starten.

Das Signal kam direkt aus den sozialen Medien: Ein Post von Saylor auf der Plattform X, begleitet von der Überschrift 'Bigger Orange', erschütterte sofort die Finanzwelt.

Marktanalysten sind sich einig: Der Ausdruck ist ein klarer Hinweis auf die Absicht, die letzte Tranche von 13.627 Bitcoins, die letzte Woche erworben wurde, zu übertreffen. Sollten sich diese Absichten bestätigen, stünde Strategy Inc. kurz davor, die psychologische und strukturelle Schwelle von 700.000 Bitcoins im eigenen Bestand zu überschreiten.

Saylor X's Post: Quelle Michael Saylor

Auf den Spuren des Mythos Satoshi Nakamoto

Das Erreichen der 700.000 BTC-Marke würde das Unternehmen in eine elitäre Dimension in der globalen digitalen Vermögenslandschaft katapultieren. Mit einer solchen Reserve würde Strategy Inc. seine Vormachtstellung als weltgrößter Unternehmensbesitzer festigen und sich in einem Ranking positionieren, das nur von BlackRocks IBIT-Fonds und den legendären 1,2 Millionen BTC, die dem Schöpfer des Netzwerks, Satoshi Nakamoto, zugeschrieben werden.

Dieser aggressive Schritt kommt jedoch zu einem äußerst heiklen Zeitpunkt für das Unternehmenssoftware-Unternehmen. Trotz Saylors langfristiger Vision zeigen die finanziellen Grundlagen des Unternehmens Anzeichen einer Belastung, die von den Anlegern nicht ignoriert werden können.

Der Zusammenbruch der mNAV-Prämie und die Herausforderung durch ETFs

Das Geschäftsmodell von Strategy Inc., das auf Arbitrage zur Finanzierung des Bitcoin-Kaufs basiert, steht vor seiner härtesten Prüfung. Im vergangenen Jahr stürzten die Aktien des Unternehmens um mehr als 50 Prozent ab. Noch besorgniserregender ist die Komprimierung der Markt-Netto-Vermögenswert-Prämie (mNAV), die auf etwa 1,0x gesunken ist.

In der Vergangenheit hat Strategy Inc. einen großen Aufschlag auf den Wert der gehaltenen Bitcoins, was Saylor ermöglichte, billiges Kapital für den Kauf zusätzlicher Währung zu beschaffen. Heute, mit dem Aufkommen des ETF Bitcoin, hat sich der Markt verändert: Institutionelle Anleger können nun direkt in Bitcoin investieren, ohne die mit den Aktien von Strategy Inc. verbundenen Aufschläge zahlen oder die operative Komplexität in Kauf nehmen zu müssen. Dieser Verlust der Hebelwirkung zwingt das Unternehmen, auf wesentlich aggressivere Finanzierungstaktiken zurückzugreifen.

Verwässerung und Skepsis an der Wall Street

Um das Wachstumstempo aufrechtzuerhalten, hat das Unternehmen im vergangenen Jahr durch den Verkauf von Stammaktien und die Ausgabe neuer Arten von Vorzugsaktien, einschließlich STRCs, bis zu 25 Mrd. USD aufgenommen. Diese massive Finanzspritze für den Markt hat bei den Analysten der Wall Street Besorgnis ausgelöst.

Kürzlich senkte TD Cowen das Kursziel der Aktie von 500 $ auf 440 $, behielt aber das Rating "Kaufen" bei. Die Hauptsorge gilt der "Bitcoin-Rendite" für das Geschäftsjahr 2026, einer proprietären Kennzahl, die das Bitcoin-Engagement pro Aktie misst. Experten zufolge verwässert die übermäßige Ausgabe von Aktien die Rendite für die Aktionäre und macht jede einzelne Aktie weniger "schwer" in Bezug auf die zugrunde liegende Kryptowährung.

Eine strukturelle Kluft zur traditionellen Finanzwelt

Trotz der Skepsis gibt es keinen Mangel an Befürwortern des Saylor-Modells. Einige Beobachter, wie z.B. der Analyst Makin, sind der Meinung, dass Strategy Inc. einen "strukturellen Graben" geschaffen hat, den das traditionelle Finanzwesen nur schwer verstehen oder nachbilden kann. Nach dieser Ansicht sind zunehmender regulatorischer Druck und Marktkritik kein Beweis für ein gescheitertes Modell, sondern eher eine Reaktion auf seine extreme Effektivität bei der Revolutionierung des Konzepts des Corporate Treasury.

Sie haben herausgefunden, wie man Bitcoins in großem Maßstab akkumulieren, in Finanzprodukte verpacken und ein Engagement anbieten kann, mit dem traditionelle Banken einfach nicht mithalten können, sagte Makin.

Während der Markt auf die offizielle Bestätigung der nächsten Übernahme wartet, bleibt eines sicher: Strategy Inc. hat sein Schicksal untrennbar mit der Königin der Kryptowährungen verknüpft und setzt alles auf eine Zukunft, in der der orangefarbene Bitcoin die globalen Bilanzen dominieren wird.

Von Hamza Ahmed Profilbild Hamza Ahmed
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