Google warnt vor Quantenrisiko: ALGO legt 44% in einer Woche zu
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Von Giulia Ferrante Profilbild Giulia Ferrante
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Google warnt vor Quantenrisiko: ALGO legt 44% in einer Woche zu

Google warnt vor Quantenrisiken für Blockchains. Algorand wird 32 Mal zitiert. ALGO steigt in einer Woche um 44%.

Ein Google-Paper hat alles verändert. Und niemand hatte es erwartet

Bis zum 29. März 2026 war Algorand eine jener Geschichten, die der Markt fast vergessen hatte. Der ALGO-Token dümpelte bei 0,080 US-Dollar — dem absoluten Allzeittief — mit einem Verlust von über 97% gegenüber dem Höchststand. Die Foundation hatte gerade einen Stellenabbau von 25% angekündigt. Die Stimmung war typisch für Projekte, die ein Marktzyklus zurückgelassen hat. Dann veröffentlichte Google Quantum AI am 31. März ein Paper. Und alles änderte sich.

Das Dokument trägt den Titel "Securing Elliptic Curve Cryptocurrencies against Quantum Vulnerabilities" und stellt im Kern eine präzise Warnung dar: Quantencomputer entwickeln sich schneller, als die Branche zugeben möchte. Laut den Forschern könnte das Brechen der ECDSA-256-Bit-Verschlüsselung — die Bitcoin, Ethereum und nahezu alle bestehenden Blockchains schützt — lediglich zwischen 1.200 und 1.450 logische Qubits erfordern. Eine Zahl, die noch vor wenigen Jahren nach Science-Fiction geklungen hätte. Heute weniger. Algorand wird in dem Paper 32 Mal zitiert, öfter als jede andere Chain außer Bitcoin und Ethereum. Der Grund ist einfach: Es ist die einzige Blockchain, die bereits Post-Quanten-Falcon-Signaturen auf dem Mainnet, in der Produktion, für echte Transaktionen und State Proofs implementiert hat. Für den DACH-Raum ist dies besonders relevant: BaFin und FINMA legen zunehmend Wert auf langfristige technische Sicherheitsstandards im Kryptobereich.

Warum Algorand und nicht andere Blockchains

Die technische Antwort liegt in der Falcon-Signatur. Während Bitcoin und Ethereum nach wie vor auf elliptische Kurven-Kryptografie setzen — die für einen hinreichend leistungsfähigen Quantencomputer potenziell angreifbar ist — hat Algorand seit geraumer Zeit Post-Quanten-Signaturen auf Basis mathematischer Gitter integriert, die vom NIST als Standard zertifiziert wurden. Leo Fan, Gründer von Cysic und ehemaliger Leiter der Quantenresilienz bei der Algorand Foundation, erklärte gegenüber Decrypt: „Algorand hebt sich ab, weil es Post-Quanten-Signaturverfahren wie Falcon aktiv auf dem Mainnet betreibt und im Paper explizit genannt wird, was ihm eine sehr starke technische und narrative Dynamik verleiht.

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