SpaceX IPO 75 Mrd. Dollar: Droht Bitcoin ein Liquiditätsabfluss?
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Von Riccardo Curatolo Profilbild Riccardo Curatolo
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SpaceX IPO 75 Mrd. Dollar: Droht Bitcoin ein Liquiditätsabfluss?

SpaceX plant den größten IPO der Geschichte – 75 Mrd. Dollar im Juni 2026. Bitcoin und Altcoins drohen Liquiditätsverluste: Das Coinbase-2021-Muster kehrt zurüc

Am 1. April 2026 hat SpaceX vertrauliche Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht (SEC) eingereicht für den größten Börsengang der Geschichte: 75 Milliarden US-Dollar Emissionsvolumen bei einer Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar – mehr als das 2,5-Fache des IPOs von Saudi Aramco im Jahr 2019. Die Notierung ist für Mitte Juni geplant, koordiniert von einem Konsortium aus 21 Banken, intern „Project Apex“ genannt. Während die Wall Street die Roadshow vorbereitet, stellt sich die Krypto-Welt eine unbequeme Frage: Wer zahlt die Liquiditätsrechnung?

Der Drain-Effekt: absolute Rekordzahlen

CoinDesk hat es am 24. April klar formuliert: SpaceX, OpenAI und Anthropic werden zusammen bis Jahresende über 240 Milliarden US-Dollar einsammeln – mehr als alle venturefinanzierten US-IPOs seit 2000 zusammen, laut PitchBook. Entscheidend ist der Retail-Anteil bei SpaceX: 30 % der Aktien sind für Privatanleger reserviert, rund 22 Milliarden US-Dollar – dreimal so viel wie der Branchendurchschnitt. Dieses Kapital liegt derzeit auf Retail-Konten, teilweise in Altcoins, Memecoins und Bitcoin

Das Coinbase-Beispiel 2021: eine noch immer schmerzhafte Lektion

Am 14. April 2021 ging Coinbase an die Nasdaq. Am selben Tag erreichte Bitcoin mit 64.800 US-Dollar sein Zyklushoch – und verlor in den folgenden sechs Wochen 50 %. Damals galt der Börsengang als endgültiger Eintritt der Wall Street in die Krypto-Welt; tatsächlich markierte er den Höhepunkt. Das Kapital, das diesem Meilenstein folgte, war dasselbe, das den Markt getragen hatte.

Heute liegt Bitcoin bei etwa 77.500 US-Dollar, die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung bei 2,67 Billionen, das tägliche Handelsvolumen bei 77,9 Milliarden – fast identisch mit dem SpaceX-Emissionsvolumen. Der Fear-&-Greed-Index steht bei 31 („Angst“). Eine bemerkenswerte Konstellation.

Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied: SpaceX hält 8.285 BTC in Verwahrung bei Coinbase Prime. Es wäre der erste Mega-IPO eines Unternehmens mit signifikant offengelegter Bitcoin-Exposition unter den neuen Fair-Value-Rechnungslegungsregeln von 2024.

Institutionelles Decoupling: die große Bewährungsprobe

Alex Good von Post Fiat brachte es bei CounterParty TV auf den Punkt: „Nach dem SpaceX-IPO werde ich sehr bearish für Aktien. Das ist der Moment für Solana bei 300 Dollar.“ Übersetzt: erst maximale Nachfrage, dann Rotation. Die zentrale Frage ist, ob die neue institutionelle Welle der Spot-Bitcoin-ETFs – die bereits eine Entkopplung von der Fed gezeigt hat – auch eine Abkopplung von traditionellen Risk-on-Assets bewirken kann.

Eine interessante Randnotiz: Binance hat bereits On-Chain-Pre-IPO-Token von SpaceX im Web3 Wallet gelistet, und Bitget hat auf Solana via Republic preSPAX eingeführt. Die Krypto-Welt tokenisiert das Ereignis, das ihr selbst Liquidität entziehen könnte.

Was in den nächsten 45 Tagen zu beobachten ist

  • Roadshow Mai–Juni: Hält sich BTC trotz SpaceX-Effekt über 80.000 $, gewinnt die Decoupling-These an Gewicht
  • Öffentliches S-1: erwartet Ende Mai, enthält Finanzdaten und Dual-Class-Struktur
  • Pricing-Woche um den 15. Juni: entscheidender Moment der Preisfestsetzung
  • ETF-Spot-Zuflüsse: Bleiben sie während der Roadshow positiv, ignorieren Institutionelle den IPO-Effekt

Für akkumulierende Investoren wird das Timing zur kritischen Variable. Das ist keine Prognose, sondern eine Risikokarte – und sie erstreckt sich über sechs Wochen.

Von Riccardo Curatolo Profilbild Riccardo Curatolo
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