X engagiert Benji Taylor, Ex-CPO von Aave Labs: X Money nimmt Krypto ins Visier
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Von Giulia Ferrante Profilbild Giulia Ferrante
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X engagiert Benji Taylor, Ex-CPO von Aave Labs: X Money nimmt Krypto ins Visier

Elon Musk holt den Designer zu X, der DeFi-Wallets gebaut und Aave Labs geleitet hat. X Money startet im April — eine Krypto-Integration scheint zunehmend unvermeidlich.

Elon Musk setzt seine strategischen Züge fort. Am 25. März 2026 gab X die Einstellung von Benji Taylor als neuen Head of Design bekannt — eine Rolle, die sich auch auf xAI und SpaceX erstreckt. Die Entscheidung fällt wenige Wochen vor dem geplanten Launch von X Money, Musks finanzieller Super-App, und hat sofort Spekulationen über eine Krypto-Integration in der Plattform ausgelöst.

Wer ist Benji Taylor

Taylor gründete Los Feliz Engineering, das Team hinter dem Self-Custody-Wallet Family, das später von Aave Labs übernommen wurde. Nach der Akquisition 2023 stieg Taylor zum CPO von Aave Labs auf, bevor er — im Oktober 2024 — die Design-Leitung bei Base übernahm, dem Layer-2-Blockchain-Netzwerk von Coinbase, eine Position, die er rund sechs Monate innehatte.

Sein Werdegang liest sich wie eine Landkarte der besten DeFi-Produktarbeit des vergangenen Jahrzehnts: Self-Custody-Wallets, Milliarden-Dollar-Lending-Protokolle, Layer-2-Infrastruktur. Er ist kein Allround-Designer — er ist jemand, der dezentrale Finanzsysteme von Grund auf kennt.

Der Kontext: X Money kommt im April

X Money befindet sich seit Anfang März in einem eingeschränkten Beta-Test. Musk hat angekündigt, dass der Early-Public-Access-Launch im April stattfinden wird — mit Funktionen wie Peer-to-Peer-Zahlungen, Bankeinlagen, einer Debitkarte und Cashback.

Die Einstellung bringt einen Designer mit direkter Krypto-Erfahrung zu einem Zeitpunkt, an dem X seine Pläne für erweiterte Zahlungs- und Finanzdienstleistungen auf der Plattform klar signalisiert hat. Aus der Perspektive des DACH-Raums ist besonders relevant: Sollte X Money digitale Assets integrieren, kämen BaFin-Regulierung und die steuerlichen Regelungen gemäß EStG §23 — einschließlich der Jahresfrist für Kryptowährungen — ins Spiel.

Das Krypto-Signal, das alle lesen

Die Ernennung ist in der Branche nicht unbemerkt geblieben. Der Onchain-Analyst Willy Woo kommentierte öffentlich: Die Einstellung von Benji sei ein starkes Indiz dafür, dass X im Zuge seiner Expansion als Finanz-App auch Krypto integrieren werde.

Nikita Bier, Head of Product bei X, bestätigte die Einstellung gegenüber seinen fast einer Million Followern und erklärte, Taylor sei aktiv über etwa sechs Monate umworben worden — mit dem erklärten Ziel, das beste Design-Team der Branche aufzubauen.

Ob die Krypto-Integration bereits beim Launch oder in einer späteren Phase erfolgen wird, bleibt offen. Taylors Profil spricht jedoch eine deutliche Sprache: X stellt keinen Generalisten ein, sondern jemanden mit tiefem Fachwissen in den Bereichen Wallets, DeFi und Financial UX.

Warum das relevant ist

X hat über 600 Millionen aktive Nutzer. Sollte X Money auch nur grundlegende Krypto-Funktionen integrieren — Stablecoin-Zahlungen, ein Custodial-Wallet oder Zugang zu digitalen Assets — wäre die Auswirkung auf die kritische Masse des Sektors erheblich. Es ginge nicht um eine weitere Nischen-Krypto-App, sondern um einen in das meistdiskutierte soziale Netzwerk der Welt eingebetteten Finanzdienstleister.

Die Frage ist nicht mehr, ob X in die Kryptowelt einsteigen wird. Die Frage ist wann und wie tief.

Von Giulia Ferrante Profilbild Giulia Ferrante
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