Zum Inhalt springen
KI

Ark Invest setzt auf KI: Cathie Wood plant massive Investitionen

Ark Invest setzt auf KI: Cathie Wood kündigt massive Investitionen in künstliche Intelligenz an. Was das für DACH-Anleger und BaFin-regulierte Produkte…

3 Min. Lesezeit Wie wir arbeiten

Cathie Wood, Gründerin und CEO von Ark Investment Management, hat eine klare Richtung vorgegeben: Der nächste große Investitionsschwerpunkt liegt im Bereich der künstlichen Intelligenz. Die Entscheidung überrascht kaum, denn Wood hat seit der Gründung von Ark im Jahr 2014 stets auf Technologien gesetzt, die ganze Industrien umwälzen. Für DACH-Investoren ist diese Weichenstellung besonders relevant, da europäische KI-Regulierung und Kapitalströme zunehmend in dieselbe Richtung zeigen.

Der Erfolg von Ark Invest

Die Popularität von Ark Invest und seiner Gründerin gründet auf spektakulären Wetten, die den Fonds immer wieder außergewöhnliche Renditen eingebracht haben. Das Portfolio umfasst milliardenschwere Investitionen, die ganze Sektoren gestützt und neu belebt haben.

Wood sucht gezielt nach dem, was sie disruptive Innovation nennt: Technologien, die Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend verändern können. Von Tesla bis Bitcoin, beide bereits im Ark-Portfolio vertreten, ist der Schritt zur künstlichen Intelligenz konsequent. Ark scheut nicht davor zurück, der etablierten Finanzwelt zu widersprechen und bewusst gegen den vorherrschenden Sentiment zu positionieren. Das hat in der Vergangenheit manchmal gekostet, öfter aber genutzt.

Der Mut von Cathie Wood

Wood begann ihre Karriere bei The Capital Group als Assistant Economist, direkt nach ihrem Abschluss mit Auszeichnung an der University of Southern California. Anschließend verbrachte sie 18 Jahre bei Jennison Associates LLC, wo sie als Chefökonomin, Aktienanalystin, Portfoliomanagerin und Direktorin tätig war. Diese Erfahrung bildete die Grundlage für ihr erstes eigenes Unternehmen: Tupelo Capital Management, das sie mitgründete und das Ende der 1990er Jahre nach Angaben der Gesellschaft rund 800 Millionen Dollar in thematischen Strategien verwaltete.

Der nächste Schritt war die Position des Chief Investment Officer bei AllianceBernstein, wo Wood ein Portfolio von über 5 Milliarden Dollar verantwortete. 2014 wagte sie den Sprung in die Selbstständigkeit und gründete Ark Investment Management.

Arks Strategie für Innovation

Von Beginn an konzentrierte sich Ark Invest auf Unternehmen, die als Träger disruptiver Innovation gelten: jene Firmen, die Märkte schaffen, die noch gar nicht existieren. Das Risikoprofil dieser Strategie ist hoch, denn der Fokus liegt nicht auf aktuellen Bewertungskennzahlen, sondern auf mittelfristigen Szenarien: Was ist ein Unternehmen wert, wenn seine Technologie in zehn Jahren Massenmarktreife erreicht hat? Derartige Projektionen können sich als falsch erweisen. Das ist Wood bewusst.

Der bekannteste Erfolg von Ark ist der Ark Innovation ETF (ARKK). Im Jahr 2020 erzielte der Fonds laut Ark-Unterlagen eine Rendite von 153%, maßgeblich getrieben durch Tesla-Aktien, die in diesem Jahr um rund 740% stiegen. Dieses Ergebnis katapultierte Wood in den Mittelpunkt der globalen Finanzpresse und verschaffte Ark eine Bekanntheit weit über die üblichen Investorenkreise hinaus.

Wood betrachtet die Sektoren Blockchain, KI und Energiespeicherung nicht als getrennte Felder. Für Ark sind das kommunizierende Röhren: Jede dieser Technologien verstärkt die anderen. Wer in alle drei investiert, erhöht das Wachstumspotenzial, aber auch das Verlustrisiko. In einem aktuellen Interview erklärte Wood, dass die stärksten Bullenmärkte, die sie je erlebt habe, stets von großer Skepsis und Sorge begleitet wurden. Die aktuelle Debatte um KI-Risiken und unkontrolliertes Wachstum erinnere sie genau daran.

Was bedeutet das für DACH-Anleger?

Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Ark-Strategie aus mehreren Gründen beobachtenswert. Erstens reguliert die BaFin zunehmend den Zugang zu thematischen ETFs und innovativen Anlageprodukten, was die Verfügbarkeit einzelner Ark-Fonds beeinflussen kann. Zweitens gilt nach deutschem Steuerrecht (EStG §23) für Kursgewinne aus ETF-Anteilen die reguläre Abgeltungsteuer von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag, sofern keine Freibeträge greifen. Die einjährige Haltefrist, die bei direktem Bitcoin-Besitz steuerfrei stellt, gilt für Fondsanteile nicht.

Wer die Entwicklung von Ark Invest verfolgen möchte, sollte besonders die Positionierung des ARKK und des ARK Autonomous Technology & Robotics ETF (ARKQ) beobachten. Beide Fonds geben direkte Hinweise darauf, in welche KI-Unternehmen Wood als nächstes investiert. Das Timing, die Überzeugung und die Bereitschaft, gegen den Strom zu schwimmen: Das war schon immer das Markenzeichen von Ark. Ob die KI-Wette diesmal aufgeht, werden die nächsten Jahre zeigen.

Werbeinhalt
Bloggerverzeichnis Bloggerei.de - Wirtschaftsblogs