VanEck: US-Unternehmen, stoppen Sie irrationale Bitcoin-Käufe
VanEck warnt: US-Unternehmen riskieren, sich durch den Kauf von Bitcoin selbst zu schaden. Sie verwässern das Kapital, anstatt Werte zu schaffen.
VanEck warnt: US-Unternehmen riskieren, sich durch den Kauf von Bitcoin selbst zu schaden. Sie verwässern das Kapital, anstatt Werte zu schaffen.

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VanEck schlägt Alarm: Unternehmen, die Bitcoin kaufen, laufen Gefahr, Opfer ihrer eigenen Strategie zu werden und nicht der Investoren. Matthew Sigel, Analyst in der Kryptowährungsabteilung des Unternehmens, sagte, es sei an der Zeit, die Bremse zu ziehen, bevor es zu spät sei.
Wenn der Kauf von Bitcoin zur Falle wird
Sigel wies auf einen gefährlichen Trend hin: Wenn börsennotierte Unternehmen weiterhin Aktien ausgeben, um Bitcoin zu kaufen, während ihre Aktien zum Nettoinventarwert (NAV) gehandelt werden, verwässern sie einfach das Kapital der Aktionäre, anstatt Wert zu schaffen. "Das läuft aus dem Ruder", warnte er im sozialen Netzwerk X.
Und dieses Risiko ist nicht nur theoretisch. Das Medizintechnik-Unternehmen Semler Scientific steht bereits am Rande des Abgrunds. Es hat im Mai 2024 mit dem Kauf von Bitcoin begonnen und bereits 3.808 BTC im Wert von 404,6 Millionen Dollar angehäuft, was ihm Platz 13 unter den börsennotierten Unternehmen mit den meisten Bitcoin-Reserven einbringt.
Das Bitcoin-Paradox
Aber hier ist das Paradoxe: Während der Preis von Bitcoin neue Rekorde erreicht, sind die Aktien von Semler im Laufe des Jahres um mehr als 45 % eingebrochen. Die Kapitalisierung des Unternehmens fiel auf 434,7 Mio. USD und damit fast auf das Ausgangsniveau des "Bitcoin-Fiebers". Im Wesentlichen haben all die Käufe von Kryptowährungen den Aktionären keinen einzigen Penny Gewinn gebracht.
Die Zahlen lügen nicht
Semlers NAV-Multiplikator (mNAV) fiel unter die kritische Schwelle von 1x, auf nur 0,821x. Einfach ausgedrückt: Der Marktwert des Unternehmens ist inzwischen geringer als der Wert seiner Bitcoin-Reserven. Das Problem dabei? Jede neue Ausgabe von Aktien zum Kauf von Bitcoin ist gleichbedeutend mit dem Verkauf von Unternehmensteilen zu einem Preis, der unter ihrem tatsächlichen Wert liegt. Es ist ein Teufelskreis: Je mehr Bitcoins man mit neuen Aktien kauft, desto mehr verwässert man das Kapital der bestehenden Aktionäre, ohne einen Mehrwert zu schaffen.
Wie andere "Bitcoin-Sammler" hat Semler wiederholt Aktien ausgegeben und Schulden aufgenommen, um Geld für den Kauf von Kryptowährungen zu beschaffen. Die Überlegung war einfach: Der Preis von Bitcoin würde steigen und die Aktien des Unternehmens mit sich ziehen. Doch die Rechnung erwies sich als komplexer.
VanEcks Rezept zur Rettung von Unternehmen
Sigel beschränkte sich nicht auf Kritik, sondern schlug einen konkreten Aktionsplan für Unternehmen vor, die in die Bitcoin-Falle geraten waren:
Der Analyst legte besonderen Wert auf die Vergütung der Führungskräfte: Boni sollten an das Wachstum des Nettoinventarwerts pro Aktie gekoppelt sein, nicht an die Größe des Bitcoin-Portfolios oder die Anzahl der ausgegebenen Aktien. "Handeln Sie diszipliniert, solange Sie noch Optionen haben", forderte er die Führungskräfte von Unternehmen auf.
Die letzte Warnung
"Sobald man anfängt, zum Nettoinventarwert zu handeln, ist die Verwässerung des Eigenkapitals nicht mehr strategisch. Sie wird zum Raubbau", so Sigels harsche Schlussfolgerung. Kein börsennotiertes Unternehmen hat jemals lange unter dem Wert seiner Bitcoin-Reserven gehandelt, aber Semler war nahe dran.
VanEcks Warnung kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da Bitcoin seinen Lauf fortsetzt und das Interesse der Unternehmen an Kryptowährungen wächst. Unternehmen, die in Bitcoin ein Allheilmittel für alle Übel sehen, könnten feststellen, dass das Heilmittel schlimmer ist als die Krankheit. Bitcoin-bezogene Strategien erfordern nicht nur den Glauben an die Kryptowährung, sondern auch kalte, rationale Berechnungen; andernfalls können selbst die kühnsten Wetten zu sehr kostspieligen Fehlern werden.
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