BlackRock ETHB Ethereum Staking ETF nach SEC CFTC Beschluss März 2026
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Von Francesco Campisi Profilbild Francesco Campisi
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BlackRock ETHB live: SEC räumt letztes Hindernis für Staking-ETFs

BlackRock ETHB startet: Nach dem SEC-CFTC-Beschluss vom 17. März 2026 sind Staking-Rewards keine Securities mehr. Grayscale ETHE zahlte Q4 2025 bereits 9,4…

Am 17. März 2026 veröffentlichten die SEC und die CFTC gemeinsam ein interpretatives Schreiben, das die Branche aufhorchen ließ. Staking-Rewards sind keine Securities. Sie begründen kein rechtliches Verhältnis, das einem Investmentangebot gleichkommt. Registrierungspflichten entstehen keine, und damit war der Weg frei.

Die praktische Folge ließ nicht lange auf sich warten: BlackRock brachte den ETHB wenige Wochen später auf den Markt. Es ist der zweite Ethereum-ETF mit integriertem Staking im US-Markt, nach dem Grayscale ETHE, der seit Oktober 2025 aktiv ist. Mit BlackRock als Emittent verändert sich die Marktdynamik erheblich.

Wichtige Kennzahlen

  • BlackRock ETHA (ETH-ETF ohne Staking, Juli 2024): verwaltetes Vermögen 6,5 Mrd. USD
  • Grayscale ETHE: ausgeschüttete Rewards Q4 2025 (6. Okt. bis 31. Dez. 2025) 9,4 Mio. USD
  • Brutto-Staking-Rendite Ethereum (April 2026) 3,1% bis 3,3% APY
  • Netto-Rendite für Aktionäre (nach Gebühren und Verwahrung) 1,9% bis 2,6% APY
  • Fonds mit ausstehender Staking-Genehmigung (neben ETHA und ETHE) 5 Emittenten (April 2026)

Quellen: Everstake · FinTech Weekly · TECHi · SEC-Einreichungen · April 2026

Kumulative Nettozuflüsse US-Ethereum-ETFs (Januar bis Mai 2026, Mrd. USD)

Kumulative Nettozuflüsse US-Ethereum-ETFs (Januar bis Mai 2026, Mrd. USD)

Quelle: SoSoValue · 24/7 Wall St. · geschätzte Daten Mitte Mai 2026

Wie funktioniert ein Ethereum-Staking-ETF, und was unterscheidet ihn von ETHA?

De facto: der operative Unterschied ist klar: ETHA hält ETH und lässt ihn ruhen. ETHB hält ETH, validiert einen Teil davon über Custodians wie Coinbase Custody und schüttet die Rewards regelmäßig als ETH-Dividende oder Cash-Äquivalent an die Aktionäre aus. Halter von ETHB erhalten eine zusätzliche Rendite von netto 1,9% bis 2,6% pro Jahr nach Gebühren, zusätzlich zur reinen Kursentwicklung.

Das ist keine außergewöhnlich hohe Rendite. Sie liegt unter den meisten kurzlaufenden Anleiherenditen in diesem Zinsumfeld. Trotzdem handelt es sich um einen Ertrag auf einen Vermögenswert mit direkter ETH-Preisexposition. Die Kombination aus potenziellem Kursgewinn und laufendem Yield ist es, die Morgan Stanley laut einem Bericht von FinTech Weekly seiner Beraterschaft präsentiert. Morgan Stanley verwaltet nach eigenen Angaben rund 6,5 Billionen USD im Wealth-Management-Bereich.

Das gemeinsame Interpretationsschreiben von SEC und CFTC vom 17. März 2026 hat die Rechtsunsicherheit beseitigt, die diese Produkte über ein Jahr lang blockiert hatte. Die ausdrückliche Klassifizierung von Staking als Nicht-Securities-Aktivität gilt nicht nur für ETH, sondern für alle 16 Assets, die im selben Dokument als Commodities eingestuft wurden. Solana, Cardano, Avalanche, Chainlink: für alle ist damit die Tür für vergleichbare Produkte geöffnet.

Supply Compression bei ETH: die unterschätzte Variable

Sollten alle ausstehenden Fonds bis Mitte 2026 genehmigt werden, wird nahezu jeder bedeutende Ethereum-ETF Staking anbieten. Ein ETF ohne Staking wird dann strukturell benachteiligt sein, sofern die Kostenstruktur vergleichbar bleibt. Das Kapital wandert dorthin, wo der Yield ist. ETHA mit seinem verwalteten Vermögen von 6,5 Mrd. USD steht unter Druck, eine eigene Staking-Variante zu lancieren, oder strukturelle Abflüsse in Richtung ETHB zu riskieren.

Die Supply-Dynamik ist die am wenigsten diskutierte Variable. Jeder ETH, der in einen Staking-ETF fließt, wird als Stake im Ethereum-Protokoll gebunden. Ein sofortiger Verkauf ist nicht möglich. Das erzeugt eine Kompression des liquiden Angebots, die in ihrer Wirkung der Angebotsverknappung durch Bitcoin-ETFs bei BTC ähnelt, aber anders funktioniert. Der entscheidende Unterschied: Bitcoin erzeugt keinen Yield. Gestaketes ETH schon, was einen zusätzlichen Anreiz schafft, nicht zu verkaufen.

Ab Juni 2026 gilt es, drei Entwicklungen zu beobachten: die Reaktion von Fidelity FETH auf den Wettbewerbsdruck durch ETHB, die ersten Quartalsdistributionen des ETHB an seine Aktionäre sowie die Entwicklung der Validator-Warteschlange auf Ethereum nach dem Launch. Sollte die Anhebung des Validator-Caps von 32 auf 2.048 ETH pro Slot die Betriebskosten der ETFs wie erwartet senken, könnte die Netto-Rendite steigen. Nicht dramatisch. Aber genug, um 2026 einen sichtbaren Unterschied zu machen.

Von Francesco Campisi Profilbild Francesco Campisi
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