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KI-Rally treibt Nasdaq Composite auf neues Rekordhoch

KI-Aktien wie Meta (+11,4%) und AMD (+10%) trieben den Nasdaq Composite auf ein neues Rekordhoch. Was der Rally-Anstieg für DACH-Anleger in ETF bedeutet.

2 Min. Lesezeit Wie wir arbeiten

Der Nasdaq Composite hat in der Nacht vom Montag, 21. September, auf Dienstag, 22. September, um mehr als 2% zugelegt und dabei ein neues Rekordhoch markiert. Treiber war der anhaltende Boom rund um künstliche Intelligenz (KI), der trotz warnender Stimmen von Ökonomen und Politikern die großen Technologietitel an der Wall Street mitreißt. Laut Marktdaten von TradingView war es einer der stärksten Einzeltages-Gewinne des Index seit Monaten.

Nasdaq auf Rekordniveau: Meta und AMD mit zweistelligen Kursgewinnen

Die beiden stärksten Einzelwerte der Sitzung waren Meta und AMD. Meta, das Unternehmen von Mark Zuckerberg, legte laut Reuters um starke 11,4% zu und ergänzte damit rund 192 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung. AMD stieg um 10% und überschritt dabei erstmals in seiner fast 70-jährigen Geschichte die Bewertungsgrenze von 1.000 Milliarden US-Dollar, wie von Bloomberg berichtet.

Die Rally beschränkte sich nicht auf Meta und AMD. Intel legte laut Marktdaten von CoinGecko-Konkurrent TradingView um mehr als 12% zu, der Philadelphia Semiconductor Index verzeichnete ein Plus von 4,3%. Die gesamte Halbleiter- und KI-Zulieferkette zog mit.

Begünstigend wirkten neben dem KI-Enthusiasmus auch der Rückgang des Ölpreises sowie das Fallen der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen unter die Marke von 5%, was die Kauflaune zusätzlich beflügelte. Das Rekordhoch ist deshalb nicht ausschließlich auf den KI-Hype zurückzuführen, wenngleich dieser den entscheidenden Impuls gab.

Meta, AMD, Nvidia, Microsoft, Amazon und Alphabet, also die zentralen Akteure im KI-Wettbewerb, sind nicht nur in den großen Aktienindizes stark gewichtet, sondern auch in zahlreichen ETF-Produkten. Ein ETF bündelt einen diversifizierten Korb aus Vermögenswerten, darunter Aktien, Anleihen und Kryptowährungen, und wird an der Börse wie ein einzelnes Wertpapier gehandelt.

Was die Rally über das Anlegersentiment verrät

Die Kursgewinne des Nasdaq Composite spiegeln die gestiegenen Erwartungen an künftige Umsatzzuwächse wider. Hintergrund: der zunehmende Ausbau von Rechenzentren und der wachsende Bedarf an Rechenleistung für KI-Anwendungen treiben die Umsatzprognosen der betroffenen Unternehmen nach oben.

Dennoch bleiben Fragen offen. Werden die KI-Aktien weiter steigen, oder müssen Anleger auf mittlere und längere Sicht mit Korrekturen rechnen? Wann kommt der unvermeidliche Rücksetzer? Klare Antworten gibt es nicht. Was sich jedoch sagen lässt: Die außergewöhnliche Gewichtung von Mega-Caps wie Meta oder Nvidia in den großen Indizes bedeutet, dass gute Nachrichten dieser Unternehmen den Gesamtindex nach oben treiben, schlechte Quartalszahlen aber auch überproportional starke Korrekturen auslösen können.

ETF auf Technologieaktien: Diversifikation richtig verstehen

Wer in technologielastige ETF investieren möchte, sollte den Korb an Einzeltiteln sorgfältig prüfen, ohne sich von kurzfristigen Kursgewinnen leiten zu lassen. Für DACH-Anleger, die nach BaFin-regulierten Produkten suchen, sind thematische ETF auf KI und Halbleiter inzwischen bei Plattformen wie Trade Republic oder Bitpanda verfügbar.

Ein einzelner ETF kann Hunderte von Unternehmen umfassen. Die tatsächliche Performance hängt aber vor allem von den größten Positionen ab. Der jüngste Nasdaq-Anstieg illustriert den Unterschied zwischen numerischer und echter Diversifikation deutlich: Wer mehrere ETF kauft, die dieselben Mega-Caps enthalten, erhöht zwar die Anzahl der Produkte im Depot, nicht aber die tatsächliche Risikostreuung.

Überschneidungen in den Portfolios erhöhen die Kosten und verstärken das Verlustrisiko, wenn sich das Marktumfeld dreht. Echte Diversifikation bedeutet, dekorrelierte Anlageklassen mit einzigartigen Exposures zu kombinieren: So lassen sich die Auswirkungen geografischer oder sektoraler Krisen abmildern, die im Laufe der Haltedauer eines ETF auftreten können. Wer das beherzigt, ist für volatile Phasen besser aufgestellt, als es ein rein numerisch diversifiziertes Portfolio erlauben würde.

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